|
[ Nicht dokumentenecht!]
Donnerstag, 15. Februar 2007
[Schafskoeppe der Gegenwart]
[2007.02.15, 20:22]
Sternstunden der Radiowerbung Es ist mal wieder Media-Analyse-Phase. Was dem Politiker der Wahlkampf und dem Kölner sein Karneval, ist dem Radiobetreiber die alljährliche Hört-Ihr-Mich-Umfragewelle: die fünfte Jahreszeit. Mal so richtig die Sau rauslassen, auf die Pauke hauen, haltlose Versprechungen abgeben. Einer der unguten Dudelfunker wirbt derzeit mit der Kampagne „Berliner bekennen sich - und ganz Berlin hört zu“. Die Werbeagentur, die den Claim verantwortet, scheint einen CD [Kriäitiff Deirecktr] mit stark reduziertem Wortschatz zu beschäftigen. Oder ist der Durchnittsdudelfunkhörer bereits so verblödet, dass sein Lokalpatriotismusnerv inzwischen mit dem Holzhammer angerührt werden muss? Gut möglich. Die Plakate werben dann weiterhin mit solch intimem Bekenntnissen wie „Ich kassiere Hartz IV, aber fahre Ferrari“, „Mein Doktortitel ist gekauft“, „Ich arbeite bei Radiosender A, höre aber Radiosender B“ (Namen der Stationen sind dem Verf. bekannt), das alles in Pseudo-Zeitungsheadline-Ausriss-Manier. Hier könnte wieder einmal der Stempel zum Einsatz kommen, der ein dickes, fettes „Und wer wollte das wissen?“ (s. nachf. Abb.) über das effektheischerische Geschwurbel setzt. ![]() Folglich ist das „Ganz Berlin hört zu“ aus dem Claim schon deshalb nicht mehr zutreffend, weil ich (obleich Berliner) garantiert nicht zuhören werde. Das mag man noch als nebensächlich abtun. Aber die besagten Plakate auch in der brandenburgischen Landeshauptstadt aufzuhängen und die Potsdamer damit dann mal eben einzugemeinden, so sie denn tatsächlich den Dudelfunk hören - das ist wirklich ganz große Kunst. Vorschlag für die nächste Kampagne: Heute hört uns Berlin, morgen die ganze Welt, und wir werden das Volk verdummen, so, wie es uns gefällt... [instantflorian] [» Link]
|
Letzte Aktualisierung 2008.03.23, 17:08
Impressum: Das hier ist das Weblog von Florian Meerwinck Wie ists?
Du könntest dich anmelden
Was geht?
Was noch?
Neulich auf dem Strausberger Platz
Juni 1953. Die DDR ist keine vier Jahre alt. Die Bevölkerung kämpft erbittert gegen Normenerhöhung und für freie Wahlen. Der Strausberger Platz ist ein Kumulationspunkt der Aufstände. Dezember 2007. Der Euro ist etwa vier Jahre alt. Die Einzelhändler kämpfen erbittert gegen Sparwahn und für fröhliches Geldausgeben. Der Strausberger Platz ist ein ... von instantflorian @ 2007.12.18, 09:05 Mit dem Linienbus zu Freunden
und zu über 350 Zielen in Europa, wirbt Berlilinlinlinienbus... und man kann auf www.berlinlinienbus.de auch gleich buchen. Aber ob dieses Fahrtziel oft gebucht wird? von instantflorian @ 2007.11.28, 20:27 Kühe melken statt Premiumshopping
Nicht weit entfernt von den Glitzermeilen rund um den Alexanderplatz liegt eine Insel der Provinzialität. Die Hautevollee pilgert zum Kaufhof, die Massen strömen ins Alexa, Technikbegeisterte wühlen bei Saturn nach Schnäppchen; doch der ganz normale Durchschnittsberliner, mit Wohnungsbaugesellschaftmittemietvertrag und Bruttoeinkommen unter 1500 Euro, hält sich fern von diesen Verlockungen des ... von instantflorian @ 2007.11.26, 20:52 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||