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[ Nicht dokumentenecht!]
Florian Meerwinck bloggt meistens nicht, aber das konsequent : Tags : Florian unterwegs
[Florian unterwegs]
[2007.06.07, 21:22]
Photoshop als Wettermacher Hingeschlampter Sonnenschein: ![]() Das Mohnfeld ist aber echt und hinter Buckow (MOL) [instantflorian] [» Link]
[Florian unterwegs]
[2006.07.30, 19:26]
Oh wei, Weißenfels Weißenfels liegt in der Nähe von Leipzig, der Saale bleibt nichts anderes übrig, als durch das trübsinnige Kaff zu fließen, und über der Stadt thront ein Schloss, an dem gerade ein Flügel renoviert ist, während am Rest des Gebäudes nicht nur die Einschusslöcher aus dem Zweiten und Ersten Welt-, sondern auch noch dem deutsch-französischen Krieg zu sehen sind. ![]() Die Stadt hat einen zentralen Parkplatz mit Parkscheinautomat. Ich war Samstag Nachmittag da; es steht aber zu vermuten, dass auch unter der Woche nicht unbedingt mehr Fahrzeuge dort abgestellt werden. ![]() Von dort aus gelangt man zum Pastor-Niemöller-Platz, dem wohl trostlosesten Kreisverkehr Deutschlands. Kein einziges der umgebenden Hauser ist noch genutzt. Unkraut wuchert in der Mitte des Platzes. Man könnte hier einen Film drehen, der in der Todeszone Tschernobyls spielt, ohne viel kaschieren zu müssen. ![]() Die Altstadt ist in der Tat alt, die Häuser stammen aus dem 17. Jahrhundert - und der Stuck und die schon lange vergangene Pracht lässt vermuten, dass es Weißenfels damals besser ging als heute. Denn „Stadt“ kann man das nicht mehr nennen, wo ganze Straßenzüge ausgestorben und dem Verfall preisgegeben sind. Das einzige, was da noch gemacht wird, ist wohl die Ermahnung „Plakatieren verboten“ an den Spanplatten vor den blinden Fenstern von Zeit zu Zeit aufzufrischen. ![]() Oh, es gibt auch eine Fußgängerzone. An deren Ende steht ein Kaufhausbau, der „im Stil des Neuen Bauens“ errichtet wurde (also Bauhaus), wie ein daran angebrachtes Schild aufklärt; wann dieser einzig ansehnliche Bau errichtet wurde, verrät das Schild nicht. Das nicht eben kleine Haus wird von der Drogerie Müller genutzt, die, um die Etagen zu füllen, hier auch Spielwaren und allerlei anderes Gedöns feilbietet. Das war von außen feststellbar. Da Samstag Nachmittag um 16 Uhr die Gehsteige in der Kreisstadt (!) bereits hochgeklappt wurden, hatte natürlich auch das Kaufhaus schon zu. ![]() Am Markt steht dann die Mohren-Apotheke. Noch, sollte man ergänzen, denn dieses aus heutiger Sicht nicht ganz political correct geschmückte Gebäude ist natürlich auch leer und rottet trübe vor sich hin. ![]() Mit einem dem Gipsmohren ähnlichem Gesichtsausdruck eilte ich zurück zu meinem kleinen grünen Auto und entfloh der Tristesse, froh darüber, hier nicht dauerhaft mein Dasein fristen zu müssen. ![]() [instantflorian] [» Link]
[Florian unterwegs]
[2006.07.01, 08:59]
Äpfel und Birnen vergleichen (I): Bahnhöfe Man mag vom neuen Berliner Hauptbahnhof halten, was man will. Doch auch, wer nicht spitze Schreie heller Begeisterung ausstößt und stundenlang dortselbst ein- und ausfahrende ICEs fotografiert, muss feststellen: scheußlichere und unpraktischere Bahnhöfe gibt es allemal. Düsseldorf zum Beispiel. Die nordreinwestfälschliche Landeshauptstadt nennt einen Hauptbahnhof ihr eigen, der ein ganz akuter Fall für die Geschmackspolizei ist. Seit der letzten Renovierung irgendwann in den siebziger Jahren ist nichts mehr verschönert worden, so dass der geneigte Besucher mit düsteren Farben, klobigen Hinweisschildern und PVC-Fußboden in schmutzigrot empfangen wird. Die U-Bahn-Station sieht mit ihrer dunkelgrauen Kassettendecke und den fizzeligen beigen (!) Kacheln an der Wand aus wie ein Reihenhausbadezimmer anno 1972 – fehlt nur noch eine flauschige Fußumpuschelung um die Rolltreppen. Von Blindheit geschlagen gewesen sein muss derjenige, der die Farbgebung des Stuttgarter Bahnhofs ersonnen hat. Die Wände - und dieser Bahnhof hat, da Kopfbahnhof, gleich drei davon - sind in einem missglückten Terracottafarbton gestrichen, einer ungut rotbrauen Angelegenheit, die unappetitliche Assoziationen hervorruft. Als Ausgleich oder Ergänzung ist die Unterwelt des Bahnhofs mit Shoppingmeile und Stadtbahnzugang dafür ein Alptraum in orange. In München wiederum ist zwar am Empfangsgebäude zumindest von innen nicht so viel auszusetzen, dafür fühlt man sich auf den Bahnsteigen, als stünde man in irgendeinem Reichsbahnausbesserungswerk. Schnörkellose Stahlträger, milchige Sicherheitsglasscheiben, Wellblechdach. Die Bahnsteige sind so lang, dass Tretroller verliehen werden sollten, denn der Wechsel von einem Gleis zum anderen ist natürlich nur an der Kopfseite möglich. Der Bahnhof der Kleinstadt Stendal passt in meine Aufzählung, weil dies zumindest auch ein ICE-Halt ist – weshalb auch immer und vermutlich nur bei schönem Wetter. Auf den Bahnsteigen gammelt nur noch das Gerippe der einstigen Überdachung vor sich her. Gäbe es noch Einwohner in Stendal, die mit der Bahn der Trostlosigkeit ihres von Arbeitslosigkeit gebeutelten Provinzkaffs entfleuchen wollten, sie wären schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt. Und das schon seit Jahren - die Bahn hielt es für wichtiger, schicke blaue „Stendal“-Schilder auf überdimensionierten Stahlrohren aufzustellen, anstatt das Dach zu reparieren. Manchmal muss man eben Prioritäten setzen. Berlins Hauptbahnhof liegt zwar noch in der Mitte vom nirgendwo, aber auch das ist ein Privileg. Schließlich scheint es sonst ein Naturgesetz zu sein, dass ausgerechnet in direkter Bahnhofsnähe die übel beleumundeten Stadtviertel liegen. Beispiele: Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, München teilweise. Okay, Gegenbeweis: Leipzig oder Stuttgart. Aber wer will schon nach Stuttgart. [instantflorian] [» Link] ... Next page
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Letzte Aktualisierung 2008.03.23, 17:08
Impressum: Das hier ist das Weblog von Florian Meerwinck Wie ists?
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Neulich auf dem Strausberger Platz
Juni 1953. Die DDR ist keine vier Jahre alt. Die Bevölkerung kämpft erbittert gegen Normenerhöhung und für freie Wahlen. Der Strausberger Platz ist ein Kumulationspunkt der Aufstände. Dezember 2007. Der Euro ist etwa vier Jahre alt. Die Einzelhändler kämpfen erbittert gegen Sparwahn und für fröhliches Geldausgeben. Der Strausberger Platz ist ein ... von instantflorian @ 2007.12.18, 09:05 Mit dem Linienbus zu Freunden
und zu über 350 Zielen in Europa, wirbt Berlilinlinlinienbus... und man kann auf www.berlinlinienbus.de auch gleich buchen. Aber ob dieses Fahrtziel oft gebucht wird? von instantflorian @ 2007.11.28, 20:27 Kühe melken statt Premiumshopping
Nicht weit entfernt von den Glitzermeilen rund um den Alexanderplatz liegt eine Insel der Provinzialität. Die Hautevollee pilgert zum Kaufhof, die Massen strömen ins Alexa, Technikbegeisterte wühlen bei Saturn nach Schnäppchen; doch der ganz normale Durchschnittsberliner, mit Wohnungsbaugesellschaftmittemietvertrag und Bruttoeinkommen unter 1500 Euro, hält sich fern von diesen Verlockungen des ... von instantflorian @ 2007.11.26, 20:52 |
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