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[ Nicht dokumentenecht!]
Florian Meerwinck bloggt meistens nicht, aber das konsequent : Tags : Schafskoeppe der Gegenwart
[Schafskoeppe der Gegenwart]
[2007.03.04, 18:00]
Stör meine Kreise nicht Galeristen haben's schwer. Sitzen in ihrem kleinen Kämmerchen und hoffen, Bilder oder Bücher zu verkaufen, aber die meisten Leute schauen ja doch nur. In der Nähe des Bersarinplatzes gibt es die Galerie Spreehund. Man kann dort Fotos anschauen. Sollte es aber nicht. Schon die Öffnungszeiten - Samstags, Sonntags und Montags von 13.30 bis 18 Uhr - deuten darauf hin, dass der Galerist doch lieber unter sich bleiben möchte und ungestört in seinem Laptop herumklicken kann, ohne dass lästige Besucher seine Kreise stören. Verirrt man sich nun trotzdem in die grausige Thaerstraße zu Zeiten, wo durch ein widerwillig im Wind wackelndes Wimpelchen vor der Tür die Öffnung der unguten Galerie signalisiert wird, und erdreistet man sich auch noch, den Laden zu betreten, wird man mürrisch begrüßt, und der Galerist erhebt sich bleischwer von seinem Arbeitsplätzchen, schlurft zum Sicherungskasten und schaltet die Beleuchtung ein, um die Bilder stimmungsvoll in Szene zu setzten. Dabei bringt es überhaupt nichts, Interesse zu zeigen und sich zu erkundigen, wo die derzeit ausgestellten Bilder entstanden seien. "Fragen Sie doch nicht so doof", wird einem da nämlich beschieden, "ist doch egal. Kaukasus, gaube ich, und Berlin. Ist aber schon'n Weilchen her." Ein Weilchen her ist es wahrscheinlich auch, dass der Galerist mal irgend ein Bild verkauft hat oder von jemandem auf die Möglichkeit, eigene Werke auszustellen, angesprochen wurde. Aber manchmal muss man eben Prioritäten setzen, und wenn irgendeine klickaufwändige Anwendung dem Galeristen wichtiger ist, als sich wie ein normaler Mensch zu benehmen, kann man dem Spreehund nur die Räude an den Hals wünschen. Masochisten können gerne nach der Galerie googeln. Ich werde sie hier sicherlich nicht verlinken und wohl auch nicht noch einmal aufsuchen. [instantflorian] [» Link]
[Schafskoeppe der Gegenwart]
[2007.02.15, 20:22]
Sternstunden der Radiowerbung Es ist mal wieder Media-Analyse-Phase. Was dem Politiker der Wahlkampf und dem Kölner sein Karneval, ist dem Radiobetreiber die alljährliche Hört-Ihr-Mich-Umfragewelle: die fünfte Jahreszeit. Mal so richtig die Sau rauslassen, auf die Pauke hauen, haltlose Versprechungen abgeben. Einer der unguten Dudelfunker wirbt derzeit mit der Kampagne „Berliner bekennen sich - und ganz Berlin hört zu“. Die Werbeagentur, die den Claim verantwortet, scheint einen CD [Kriäitiff Deirecktr] mit stark reduziertem Wortschatz zu beschäftigen. Oder ist der Durchnittsdudelfunkhörer bereits so verblödet, dass sein Lokalpatriotismusnerv inzwischen mit dem Holzhammer angerührt werden muss? Gut möglich. Die Plakate werben dann weiterhin mit solch intimem Bekenntnissen wie „Ich kassiere Hartz IV, aber fahre Ferrari“, „Mein Doktortitel ist gekauft“, „Ich arbeite bei Radiosender A, höre aber Radiosender B“ (Namen der Stationen sind dem Verf. bekannt), das alles in Pseudo-Zeitungsheadline-Ausriss-Manier. Hier könnte wieder einmal der Stempel zum Einsatz kommen, der ein dickes, fettes „Und wer wollte das wissen?“ (s. nachf. Abb.) über das effektheischerische Geschwurbel setzt. ![]() Folglich ist das „Ganz Berlin hört zu“ aus dem Claim schon deshalb nicht mehr zutreffend, weil ich (obleich Berliner) garantiert nicht zuhören werde. Das mag man noch als nebensächlich abtun. Aber die besagten Plakate auch in der brandenburgischen Landeshauptstadt aufzuhängen und die Potsdamer damit dann mal eben einzugemeinden, so sie denn tatsächlich den Dudelfunk hören - das ist wirklich ganz große Kunst. Vorschlag für die nächste Kampagne: Heute hört uns Berlin, morgen die ganze Welt, und wir werden das Volk verdummen, so, wie es uns gefällt... [instantflorian] [» Link]
[Schafskoeppe der Gegenwart]
[2006.10.31, 08:02]
Arrgh! ![]() (Screenshot einer Stellenanzeige für einen multilingualen Online-Redakteur, leider nichts für mich) Die eierlegende Wollmilchsau für die zu bestzende Stelle suchen, aber selbst so einen Schwachsinn produzieren... [instantflorian] [» Link] ... Next page
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Letzte Aktualisierung 2008.03.23, 17:08
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Juni 1953. Die DDR ist keine vier Jahre alt. Die Bevölkerung kämpft erbittert gegen Normenerhöhung und für freie Wahlen. Der Strausberger Platz ist ein Kumulationspunkt der Aufstände. Dezember 2007. Der Euro ist etwa vier Jahre alt. Die Einzelhändler kämpfen erbittert gegen Sparwahn und für fröhliches Geldausgeben. Der Strausberger Platz ist ein ... von instantflorian @ 2007.12.18, 09:05 Mit dem Linienbus zu Freunden
und zu über 350 Zielen in Europa, wirbt Berlilinlinlinienbus... und man kann auf www.berlinlinienbus.de auch gleich buchen. Aber ob dieses Fahrtziel oft gebucht wird? von instantflorian @ 2007.11.28, 20:27 Kühe melken statt Premiumshopping
Nicht weit entfernt von den Glitzermeilen rund um den Alexanderplatz liegt eine Insel der Provinzialität. Die Hautevollee pilgert zum Kaufhof, die Massen strömen ins Alexa, Technikbegeisterte wühlen bei Saturn nach Schnäppchen; doch der ganz normale Durchschnittsberliner, mit Wohnungsbaugesellschaftmittemietvertrag und Bruttoeinkommen unter 1500 Euro, hält sich fern von diesen Verlockungen des ... von instantflorian @ 2007.11.26, 20:52 |
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